Kreation

Tipps zur Gestaltung von Plakaten am PoS und im PoS-Umfeld                                                   Vgl. IKAO Institut für Kommunikations-Analyse und -Optimierung

Für Marken und Agenturen sind zwei Erkenntnisse besonders wichtig: Auf dem Weg zum Ort eines geplanten Einkaufs verändert sich die Einstellung gegenüber werblichen Botschaften. Was sonst als Reklame gesehen wird, wandelt sich – je näher der Kunde dem Point of Sale kommt – zu einer aktiven und oft als inspirierend empfundenen Empfehlung des Händlers. Im Klartext heißt das: Die Barrieren sinken, die Aufnahmebereitschaft wächst.

Damit auch die Relevanz des Angebots ansteigt (und bis in die Regalreihen des Marktes vorhält), muss sich auch die Gestaltung auf diese Besonderheiten einstellen. Es gilt, Angebote zu machen und Anregungen für den unmittelbar bevorstehenden Einkauf zu geben. Direkter, klarer, verkäuferischer darf und kann es deshalb sein – idealerweise verbunden mit einem visuellen oder textlichen Appell an die Genuss- und Belohnungsebenen. Im Klartext heißt das: Stärker als sonst in Angeboten denken und Angebote machen.

Zur Erinnerung:

Wie alle anderen Werbemedien so sollen auch Plakate Aufmerksamkeit generieren.

Doch allein in Deutschland werden mehr als 50.000 Marken aktiv beworben. Ein durchschnittlicher SB-Markt führt etwa 10.000 Artikel. Und jährlich drängen über 25.000 neue Produkte auf den Markt. Werbebotschaften senden jährlich auch 350.000 Print-Anzeigen und 2 Millionen Werbespots.

Das menschliche Gehirn kann und will diesen „Information Overload“ nicht bewältigen.

Deshalb arbeitet es selektiv und effizient. Dies drückt sich u.a. in knapp bemessenen Werbekontakt-Zeiten aus. Durchschnittlich beschäftigen wir uns nur 1,7 Sekunden mit Anzeigen in Publikumszeitschriften. Anzeigen in Fachmagazinen werden 3,2 Sekunden betrachtet. Der erste Relevanz-Check eines Mailings dauert 2 Sekunden. Banner werden im Schnitt 1 Sekunde wahrgenommen.

Und wie sieht es bei Plakaten aus? Mit 1,5 bis 2 Sekunden ist das Zeitfenster auch hier eng gesteckt – und darauf ist bei der Konzeption und Umsetzung der Sujets auf jeden Fall zu achten.

Plakate sind keine „gezoomten“ Anzeigen. Je nach Situations- und Umfeld-Komplexität stehen sie vor Ort in starker visueller Konkurrenz. Allein schon deshalb müssen Plakate mit wenigen Wirk-Elementen viel Aussagekraft entwickeln. Plakate verlangen daher nach einer Gestaltung, die sich zwar am Marken- und Kampagnen-Auftritt orientiert, ihn aber medienspezifisch interpretiert.

Der Erfolg einer Kampagne hängt u.a. entscheidend von der Kommunikationsfähigkeit und Durchsetzungskraft des Plakat-Motivs ab. Wahrnehmung ist dabei zwar nicht alles, aber ohne Wahrnehmung ist alles nichts. Plakat-Motive sind im Rahmen der Marken-Kommunikation dann besonders effektiv, wenn sie auf die zeitlich wie räumliche Motiv und Relevanz-Dimension der Zielgruppe treffen.

Die wichtigsten Tipps zur Gestaltung von Plakaten am POS und im POS-Umfeld finden Sie unter diesem Text als Download.

Darüber hinaus finden Sie dort ebenfalls weitere Informationen (Kurzpräsentation und Erklärfilm) zur Dialog-Struktur-Messung des Instituts IKAO. 

Die Dialog-Struktur-Messung ist ein formelgestütztes Experten-System, das die formale Qualität von Werbemitteln und Kommunikations-Medien analysiert, Optimierungspotentiale erkennt und damit belastbare Aussagen über deren Wirkungschance trifft.

Hiermit können Sie kostengünstig und innerhalb kürzester Zeit Ihr Motiv-Konzept  im Hinblick auf die POS- und POS-Zufahrtstauglichkeit testen lassen und erfahren über  welche Potentiale Ihre Motiv-Konzepten verfügen.